Die neue Saison steht vor der Tür, auch in Bayern hat man sich in der Jugend entschieden die Saison abzubrechen und neu zu beginnen. Die Jugendmannschaften der Eintracht halten alle ihre Liga, so auch die B-Junioren. In den beiden Jahrgängen 2004 und 2005 heißen wir zudem die neuen Trainer Larsen Schubert für die U17 und die Trainer Simon Schmoll, Markus Schnitzer und Gabriel Jessen für die U16 herzlich Willkommen.

Mit Simon Schmoll haben wir uns unterhalten und wollten mehr über Ihn, seinen Ambitionen mit der neuen Mannschaft und seinen Erwartungen erfahren.

 

FCE2010: Hallo Simon, stell dich und dein Trainerteam mal kurz vor, woher kommst du, wie lange bist du schon Trainer und welche Erfahrungen bringen Du und dein Trainerteam mit?

Simon Schmoll: Ich bin in Bamberg geboren und habe bis auf zwischenzeitliche Aufenthalte in München und Sevilla auch immer hier gewohnt. Die letzten 10 Jahre habe ich bei der DJK Don Bosco aktiv in der 1. Mannschaft gespielt und habe dort 2 Aufstiege in die Bayernliga feiern dürfen. Als Trainer bin ich seit ca. 3 Jahren aktiv. Der Sport ist für mich allerdings nicht nur ein Hobby, sondern auch mein Beruf. Ich habe letzten Jahr mein Sport-Studium an der Uni Bayreuth mit dem Master abgeschlossen. Außerdem habe ich bereits während meines Studiums eine Fitness-Firma gegründet (Fresh Air Fit Bamberg) und arbeite als selbständiger Athletiktrainer mit Athleten aus verschiedenen Sportarten zusammen. In Zukunft möchte ich, neben meiner Selbständigkeit, im Profi-Sport arbeiten. Allerdings ist zunächst auch eine Promotion im Bereich Fußball eine Option für mich.
Durch meine langejährige, höherklassige Karriere durfte ich mit Einigen der erfolgreichsten Trainer der Region zusammenarbeiten und konnte mir da natürlich einiges abschauen. Neben meinem Studium und meinen Weiterbildungen (z.B. Life Kinetik, Krafttraining) möchte ich zeitnahe die DFB-Jugend Elite Lizenz erwerben.
Ich bin zudem sehr froh, dass mich Markus Schnitzer und Gabriel Jessen nächste Saison unterstützen werden. Markus wird nur noch drei Tage in der Woche in Bamberg sein. Er hat sich bereit erklärt als Individualtrainer so oft wie möglich am Training teilzunehmen. Das ist schon Gold wert. Ich denke von der praktischen Erfahrung als Spieler und Trainer und von der Ausbildung ist er der beste Jugendtrainer im Landkreis. Er hat den Blick für die Details und auch das methodische Wissen, an den Details zu feilen. Eine solche Qualität als Individualtrainer zu haben, gibt es sonst wohl nur im Profi-NLZ. Gabriel kenne ich seit unserer gemeinsamen Zeit bei der DJK und habe ihn gefragt, ob er mich unterstützen möchte als Co-Trainer. Ich bin froh, dass er zugesagt hat. Er studiert Sport auf Lehramt in Erlangen und möchte demnächst seine Trainerausbildung machen. Neben seiner Ausbildung und seiner Erfahrungen als aktiver Bayernliga-Spieler, ist er außerdem ein sehr smarter Typ und eine große Bereicherung für unser Trainerteam.

 

FCE2010: Was hast du dir für die kommende Saison mit deiner Mannschaft vorgenommen?

Simon Schmoll: Wir möchten eine erfolgreiche Runde spielen und als jüngerer Jahrgang möglichst nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Oberste Priorität hat für mich aber im Nachwuchsfußball die individuelle Entwicklung der Spieler. Dementsprechend steht die technische und die individualtaktische Ausbildung an erster Stelle.

 

FCE2010: Denkst du, dass Corona uns allen nochmal einen Strich durch die Rechnung machen könnte?

Simon Schmoll: Das ist schwierig vorherzusehen, aber ich bin ein optimistischer Mensch und gehe mal davon aus, dass es keine zweite Welle gibt.

 

FCE2010: Wie schätzt du die Lernbereitschaft deiner Spieler ein? Jugendliche in diesem Alter können manchmal auch anstrengend sein, wie gedenkst du damit umzugehen?

Simon Schmoll: Meine Erfahrung mit Athleten in diesem Alter ist sehr positiv. Da ist im Leistungsfußball eine sehr hohe intrinsische Motivation vorhanden – jeder will sich verbessern. Wenn die Spieler merken, dass ihre eigenen Ziele an erster Stelle stehen und nicht die des Trainers, dann gibt es da keine Probleme.

 

FCE2010: Wie bereitest du dich mit deiner B2 im Sommer vor auf die neue Saison?

Simon Schmoll: Wir werden am Montag unser erstes Training haben. Ich freue mich jetzt zunächst mal die Mannschaft kennen zu lernen. Wie genau die Vorbereitung ausschauen wird, ist aktuell in Planung.

 

FCE2010: Was sind aus deiner Sicht drei wichtige Voraussetzungen um ein guter Fußballer zu werden?

Simon Schmoll: Puh, da gibt es nicht den einen goldenen Weg. Ich denke aber, dass es zurzeit zu Recht einen Paradigmenwechsel in der Talentausbildung gibt, dafür gibt es ja sowohl von der Lernforschung als auch seitens der Praxis Evidenz. Wenn man sich den belgischen Weg anschaut in den letzten 20 Jahren, dann ist das schon sehr beeindruckend. In einem Land mit nur 10 Millionen Einwohnern so viele Ausnahmekönner zu formen. Das wichtigste ist demzufolge, dass sich jeder Spieler als Individuum entfalten kann und dass ein Nachwuchstrainer primär dafür zuständig ist eine Umgebung zu schaffen, in der die Spieler implizit und selbstmotiviert Lernen und weniger dafür zuständig ist, den Spielern durch permanente Anweisungen etwas beizubringen.

 

FCE2010: Ist der U16-Kader für die neue Saison schon fix?

Simon Schmoll: Da bereits seit dem Winter klar ist, dass einige Spieler den Verein in Richtung DJK verlassen, möchten wir noch ein paar neue Spieler verpflichten. Es laufen gerade Gespräche und am Donnerstag findet zudem ein Sichtungstraining statt. Aber, es geht uns nicht darum die beste Mannschaft im Landkreis zu bauen, sondern wir möchten die Spieler bestmöglich entwickeln. Denn was ist wichtiger, einen Spieler zur formen, der in der 1. Mannschaft 20 Tore schießt oder ein 3. statt ein 6. Platz in der B-Jugend-BOL?

 

Zum Abschluss Fragenhagel:

Jürgen Klopp oder Pep Guardiola?
Ich bin BVB-Fan, daher klar Jürgen Klopp. Auch vom Fußball finde ich den Kloppo-Stil attraktiver. Aber wer besser ist, ist schwer zu beantworten – es sind wohl aktuell die zwei besten Trainer auf der Welt.

Rasen oder Kunstrasen?
Ganz klar Rasen! Auch wenn ein Kunstrasen für den Trainingsbetrieb, vor allem im Winter natürlich Gold wert ist.

Lebenslang freien Eintritt bei deinem Lieblings-Bundesligaclub oder kostenfreies Sky-Abo ein Leben lang?
Im Stadion ist immer schön als vor dem TV.

Super, vielen Dank für deine Zeit und viel Erfolg mit eurem neuen Team!