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Projekt “Jugend forscht” geht in nächste Stufe: Sieben U19-Spieler ab Sommer im Herrenkader

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Projekt “Jugend forscht” geht in nächste Stufe: Sieben U19-Spieler ab Sommer im Herrenkader 2018-04-27T16:03:48+02:00

Project Description

Projekt “Jugend forscht” geht in nächste Stufe: Sieben U19-Spieler ab Sommer im Herrenkader

Das Projekt „Jugend forscht“ geht beim Fußball-Bezirksligisten FC Eintracht Bamberg mit Beginn der neuen Saison in die nächste Ausbaustufe: Während bereits im aktuellen Kader 17 Spieler aus der eigenen Jugendschmiede für den Bezirksliga-Spitzenreiter auflaufen, kommen ab Sommer sieben weitere dazu. Die U19-Akteure Sandro Dümig, Lucas Horn, Simon Kollmer, Kadir Öz, Robin Renner, Jonas Schirm und Joscha Wich werden auch im Seniorenbereich die Farben des FCE tragen und sind integraler Bestandteil der Planungen von Chefcoach Michael Hutzler. Der Altersschnitt des gesamten Kaders für die Spielzeit 2018/2019 wird nach aktuellem Stand bei 20,8 Jahren (derzeit 21,3) liegen. Die „jungen Wilden“ werden somit noch ein Stück jünger.

Die Integration von sieben weiteren Jugendspielern in die Herrenmannschaft ist ein Beleg dafür, dass die Vereinsverantwortlichen ihr sportliches Konzept mit absoluter Konsequenz verfolgen. „Die Nachwuchsarbeit ist sozusagen die DNA unseres Vereins. Wir bilden die jungen Leute so optimal in allen Jugendklassen aus, dass wir selbst möglichst viel davon profitieren können“, betont Vorstandsvorsitzender Jörg Schmalfuß. Mit Erfolg: „Im geplanten Kader für die neue Saison sind Spieler der Jahrgänge 1995 bis 200 vertreten, die unseren Jugendbereich durchlaufen haben. Wir werden damit ein Team mit hoher Identifikation zum FC Eintracht stellen“, so Schmalfuß weiter. Und auch Chefcoach Hutzler freut sich auf seine „neuen Wilden“: „Es ist schön, dass ich an der Spitze die gute Arbeit aller Jugendtrainer fortführen kann und gut ausgebildete Spieler im Kader haben werde.“

Wie hoch die Qualität von Sandro Dümig & Co. ist, das haben die Youngsters schon in dieser Spielzeit im Herrenbereich bewiesen. Als der FC Eintracht nach der Winterpause auf neun Spieler verzichten musste, weil diese mit der Bamberger Universitätsauswahl in Südamerika weilten, sprangen die U19-Akteure ambitioniert und engagiert in die Bresche. Und als der Bezirksliga-Tabellenführer im Spiel am 8. April beim 1. FC Oberhaid noch einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg verwandelte, hatten die eingewechselten Jugendspieler großen Anteil an diesem Erfolg. „All dies zeigt, dass wir auf einem guten und richtigen Weg sind“, sagt FCE-Chef Schmalfuß. Nicht zuletzt in der Hoffnung, dass der Bayerische Fußballverband (BFV) die leistungsorientierte Talentförderung beim FC Eintracht in Kürze mit dem Zuschlag für das Nachwuchsleistungszentrum belohnen möge.

Wolfgang Scheibe, Mitglied der Jugendleitung beim FC Eintracht Bamberg, sieht und würdigt die gute Arbeit der Nachwuchstrainer in seinem Verein, weiß den FCE jedoch noch nicht am Ziel: „Wir haben viele weitere Projekte, an denen wir aktuell arbeiten, um den Juniorenbereich des FC Eintracht Bamberg noch besser aufzustellen. Wir wollen einen Mehrwert für die Region Bamberg bieten und so den Fußball in der Region weiterbringen.“ Gefreut hat die Verantwortlichen des FC Eintracht, dass mit Michael Köllner der Cheftrainer des Zweitligisten 1. FC Nürnberg die Bewerbung des FCE für das Nachwuchsleistungszentrum des Bayerischen Fußballverbandes unterstützt. Der ehemalige DFB-Stützpunktkoordinator für Talentförderung und Leiter des Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrums seines Vereins ist ein absoluter Kenner des Jugendfußballs und „ist begeistert, mit welcher Konsequenz die Konzepte des Deutschen Fußballbundes beim FC Eintracht Bamberg umgesetzt werden. Die jährlich vier bis fünf Jugendspieler, die den Wechsel in ein Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum schaffen, belegen die sehr gute Arbeit.”

Gute Zusammenarbeit mit Nachwuchstrainern

Cheftrainer Michael Hutzler, der seinen bis Juni laufenden Vertrag in der Winterpause um zwei Jahre verlängerte, steht hinter dem Konzept des Vereins, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Der Kommunikationselektroniker zeigt sich happy und freut sich auf die neuen Eigengewächse in seinem künftigen Kader: „Das ganze Konzept, das wir fahren, setzen wir rigoros um. Die Zusammenarbeit mit der A-Jugend, speziell mit Trainer Andreas Baumer und dessen Co-Trainer Lukas Biskup, klappt gut. Das hat sich auch gezeigt, als wir auf neun Studenten aufgrund deren Aufenthalt mit der Bamberger Universitätsauswahl in Südamerika durch U19-Juniorenspieler ersetzen mussten. Die abgestellten Spieler waren bereit, bei uns in der ersten Mannschaft trotz der Doppelbelastung auszuhelfen. Sie haben klasse Spiele gemacht, waren sehr engagiert. Dass sie im Seniorenbereich mithalten können, haben sie gezeigt, Andreas Baumer und Lukas Biskup haben das auch so gesehen. Meine Kollegen waren auch bereit, diese Spieler abzustellen. Dies zeigt, dass es einfach eine klasse Zusammenarbeit im ganzen Verein ist.” Andreas Baumer teilt die Ansicht seines Kollegen Hutzler, er nennt auch die Ziele seiner Arbeit: „Am Anfang einer Saison steckt man sich immer Ziele. Neben dem sportlichen Erfolg ist es zusammen mit Co-Trainer Lukas Biskup wichtig gewesen, die Jungs individuell weiterzuentwickeln. Wir haben eine klare Spielidee, die sich in großen Teilen mit der von Michael Hutzler deckt. Hier galt es, die Spieler dahin zu bringen, diese zu verinnerlichen.”

“Freue mich, Spieler weiter auszubilden und zu begleiten” – Jetzt erst mal Meister werden

Auf Michael Hutzler kommt in der neuen Saison wieder viel Arbeit zu. In der Vorbereitung müssen die jungen Akteure in den Kader eingebaut und sie im Laufe der Saison zudem auch weiter ausgebildet werden. „Ich freue mich darauf, die neuen Spieler aus unserer Jugend weiter ausbilden zu können, sie weiter zu begleiten mit dem Ziel, dass sie fertige Seniorenspieler werden. Es ist zwar noch ein Stück, daran zu arbeiten. Dahingehend, dass in der Jugend ähnlich gespielt wird wie es die erste Mannschaft tut, sind Ähnlichkeiten vorhanden. Das gefällt mir, dass das Eins zu Eins, so wie es vorher vereinbart wurde mit der Abteilungsleitung, auch umgesetzt wird”, sagt Michael Hutzler. Andreas Baumer ergänzt die Ausführungen seines Kollegen: „Ein nicht zu unterschätzende Punkt unserer Aufgabenliste für den Nachwuchs ist, so viel Altjahrgänge wie möglich so gut auf den Seniorenbereich vorzubereiten, dass sie für unsere erste Mannschaft nicht nur interessant, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil werden können. Hier sind wir schon ein bisschen stolz, sagen zu können, dass unserer Meinung nach tatsächlich alle in der Lage sind, ihren Teil beizutragen, dass auch in der kommenden Saison beim FC Eintracht Bamberg erfolgreicher Fußball angeboten wird.”

Was die neue Saison der ersten Mannschaft betrifft, ist Trainer Michael Hutzler klar, dass dieser Weg, auf junge Spieler zu setzen, auch Tücken haben kann: „Es wird allerdings auch Rückschläge geben. Aber das ist so, wenn man mit jungen Spielern arbeitet, sie sind keine Maschinen, und sie sind halt keine alte Hasen. Aber das wissen wir, damit werden wir umgehen.” Auf junge Spieler zu setzen ist der Weg, den der Verein geht. Diesen Weg sollen jedoch auch erfahrene Akteure mitgehen, denn die jungen Spieler brauchen auf dem Platz Unterstützung. Daher hat der FCE kürzlich mit Tobias „Ulle“ Ulbricht als spielenden Co-Trainer einen erfahrenen Mann verpflichten können. Derzeit noch für den Regionalligisten SpVgg Bayreuth aktiv, soll der 33-Jährige auch der Offensive zusätzliche Schlagkraft verleihen. Beim FC Eintracht möchte Ulbricht, wie Cheftrainer Michael Hutzler mitteilt, „als spielender Co-Trainer den Einstieg in den Trainerjob starten. Ulle brennt darauf, hier gemeinsam mit mir unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln.” Zudem konnte der FCE mit Torjäger Maximilian Großmann sowie Mittelfeldmotor Marc Reischmann zwei wichtige Stützen für eine weitere Saison an den Verein binden. „Beide sind vorbildliche Spieler in unserer Mannschaft. So bin ich überglücklich, dass wir sie halten konnten, dass sie sich für unseren Weg entschieden haben, mit jungen Leuten zu arbeiten. Beide sind ja erfahrene Spieler, und so freue ich mich, dass solche Spieler bei uns bleiben. Zusammen mit den jungen Leuten, glaube ich, werden wir in der neuen Saison eine gute Mannschaft haben”, zeigt sich Michael Hutzler zuversichtlich. Allerdings denkt der Übungsleiter nicht nur an die neue Saison, er hat auch die aktuelle Runde im Blick. So liefert sich der FC Eintracht Bamberg in der Bezirksliga mit dem FC Coburg ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Aufstieg in die Landesliga – der Zweite muss in die Relegation. „Jetzt allerdings wollen wir erst einmal unser Ziel, die Meisterschaft der Bezirksliga, erreichen,” so Hutzler.

Jugend mit Herrenfußball verzahnen und “dabei anderen gegenüber Respekt zeigen”

Die Jugendarbeit ist dem FC Eintracht Bamberg aber nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft wichtig. Ziel wird es weiterhin sein, die Talentausbildung zu forcieren und die enge Verzahnung zwischen leistungsorientierter Jugendarbeit und ambitionierten Herrenfußball weiterhin zu leben. Jedes Jahr bringt der FCE gute und talentierte Fußballer aus der Jugend heraus. Daher bezeichnet sich der FCE samt seiner Vorgängerklubs 1. FC Bamberg und TSV Eintracht Bamberg – aus ihnen ist der FC Eintracht Bamberg entstanden – als Talentschmiede. Neben der zweifachen U17- Europameisterin Anna Hausdorff sind Namen wie Harald Spörl, Markus Feulner, Lukas Görtler, Stefan Kießling, Frank Nitsche und viele mehr ein Beleg für die erfolgreiche Jugendarbeit. Den Verantwortlichen an der Armeestraße ist jedoch neben dem sportlichen Bereich auch der soziale Aspekt wichtig, wie U19-Trainer Andreas Baumer berichtet: „Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit besteht darin, die Jungs ein Stück weit auf das Erwachsensein vorzubereiten. Respekt, egal in welcher Lebenslage und gegenüber wem, ist für uns ein wesentlicher Bestandteil im Umgang miteinander.” Seit der Saison 2015/2016 spielt der Bamberger Nachwuchs übrigens unter dem Motto „Fußball Cool Erleben“ – die Anfangsbuchstaben der Wörter ergeben das Kürzel FCE.

Förderverein unterstützt Jugendarbeit

Unterstützung bei der Nachwuchsförderung erhält der FC Eintracht Bamberg durch den Förderverein Jugendfußball. Er unterstützt mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden den Hauptverein bei der Finanzierung der Talentförderung. Wie wichtig der Förderverein ist, zeigt sich darin, dass er nahezu ein Drittel des Gesamtetats der Jugendabteilung deckt. Der Förderverein Jugendfußball besteht seit 2012 und zählt derzeit etwa 40 Mitglieder. Seit Mai steht er unter neuer Führung: Vorsitzender ist Bernd Kaufer, weitere Mitglieder sind Wolfgang Scheibe, Michael Flämig und Adrian Grodel. Als Ziel will der Förderverein gemeinsam mit dem Hauptverein die Jugendförderung auf eigene Füße stellen. Will heißen: Die Finanzen der Jugendabteilung müssen autark sein, und die Jugendabteilung darf auch nicht am Tropf der Seniorenmannschaft hängen. Der Förderverein versteht sich auch als privates wie berufliches Netzwerk und organisiert für seine Mitglieder gemeinsame Events und Veranstaltungen. Weitere Informationen gibt es auf der Vereinshomepage unter www.fce2010/förderverein.de.