TALENTFÖRDERPROGRAMM

Das Talentförderprogramm startete mit der Saison 2002/2003 und hat sich seitdem als erste Stufe der Talentförderung im deutschen Fußball fest etabliert. Das Projekt mit seinen derzeit 366 Stützpunkten bildet quasi die Brücke zwischen der engagierten und unverzichtbaren Jugendarbeit an der Vereinsbasis und der zweiten Stufe der Talentförderung, den Leistungszentren und Eliteschulen des Fußballs.

Die Strukturen des Programms sind genau auf die Talent-Potenziale im deutschen Fußball abgestimmt.

  • 366 Stützpunkte in ganz Deutschland bilden ein engmaschiges, flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern junger Spielerinnen und Spieler
  • 29 Stützpunktkoordinatoren fungieren als Schnittstellen zwischen dem DFB, den Gremien und Mitarbeitern der Landesverbände und den Stützpunkten
  • Etwa 1.300 engagierte und qualifizierte Stützpunkttrainer sichern eine intensive Sichtung der regionalen Talente und eine optimale individuelle Förderung durch das wöchentliche Zusatztraining

(Fast) jedes Talent kann damit sicher sein, von einem regionalen Sichter „aufgespürt” zu werden und anschließend auf Basis eines individuellen Trainings voranzukommen. Dabei ist es egal, in welcher Region Deutschlands es nun spielt. Das Ziel, dabei zu sein, wird für die Kinder somit greifbar, erreichbar. Eine bessere Motivation für ambitionierte Talente gibt es nicht! Von der Stützpunkt-Arbeit profitieren anschließend die nächsten Stufen der Talentförderung, die auf Grundlage einer besseren fußballerischen Basis-Qualität die nächsten Schritte der Perspektivspielerinnen und –spieler bis hin zum Top-Fußball in Bundesliga und Nationalmannschaft steuern und begleiten.

Quelle: www.dfb.de


Jeder Fußballfan möchte heute und auch morgen Spitzenfußball in der Bundesliga und bei der deutschen Nationalmannschaft sehen. Deshalb ist die Talentförderung eine der elementaren Aufgaben des Bayerischen Fußball-Verbandes.

In den letzten Jahren wurde die BFV-Talentförderung immer weiter verfeinert und ist heute einzigartig in Deutschland. Kern der BFV-Talentförderung ist das aufbauende System von 45 bayerischen DFB-Stützpunkten (Basisförderung), den bayernweit 19 BFV-Nachwuchsleistungszentren und den Nachwuchsleistungszentren der Lizenzvereine (Eliteförderung), in dem jedes Talent die Chance hat, den Sprung auf die große Bühne zu schaffen, ohne dass die Themen „Bildung“ und „soziales Umfeld“ in den Hintergrund rücken müssen.

So funktioniert’s:

Ausgangspunkt ist der jährlich, immer am dritten Sonntag im Juli, stattfindende Talentsichtungstag für den Jahrgang U11. Hier kann jeder Junge und jedes Mädchen kostenlos teilnehmen und für das DFB-Stützpunktraining vorspielen. Reicht das Talent aus, wird ab der kommenden Saison neben dem regulären Training im Verein wöchentlich auch einmal unter Anleitung eines lizenzierten Trainers (insgesamt 240) im DFB-Stützpunkt trainiert – der Einstieg in die professionelle Talentförderung.

In den DFB-Stützpunkten haben die Spieler(innen) die Möglichkeit, sich für Nominierungen für die Regional- und später auch für die Bayernauswahlen zu qualifizieren. Hier warten dann weitere, auf die Talente zugeschnittene, regelmäßige Lehrgänge sowie nationale und sogar internationale Vergleichsspiele.

Bis einschließlich der U15 haben die Talente nun Zeit, sich zu entwickeln und für eine noch intensivere Förderung zu empfehlen. Ursprünglich setzte hier dann ausschließlich das Nachwuchsleistungszentrum eines Lizenzvereins an. Das brachte in Bayern mehrere Probleme mit sich. Zum einen war es nur wenigen Talenten vergönnt, den Sprung in eines dieser Leistungszentren zu schaffen, zum anderen war dies auch meist damit verbunden, dass die Talente enorme Entfernungen zum Training zu überbrücken hatten und nicht selten aus ihrem sozialen Umfeld gerissen wurden. Deswegen hat der BFV in Abstimmungen mit seinen Vereinen und dem DFB 2008 zwölf BFV-Nachwuchsleistungszentren als Zwischenebene installiert. Sie garantieren eine professionelle Förderung bis einschließlich des Jahrgangs U17 in Wohnortnähe. 2011 wurde in Bayreuth das 16. BFV-Nachwuchsleistungszentrum eröffnet. In den folgenden Jahren folgten die Nachwuchsleistungszentren in Ansbach, Gundelfingen und Bamberg, um eine bayernweit flächendeckende Talentförderung sicherzustellen. So wurde ein übergreifendes und in beide Richtungen durchlässiges System geschaffen. Das heißt, dass nicht nur Spieler(innen) über ihr Talent aufsteigen können, sondern auch die Talente aufgefangen werden können, die die Anforderungen ihrer Förderebene aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr leisten können. Es wird also professionell und individuell gefördert, aber nicht um jeden Preis.

Quelle: www.bfv.de